Die Wächterin

 

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Hallo erstmal :)

Ich möchte hier den Versuch wagen mein Buch zu schreiben... Über feedback würde ich mich sehr freuen.

 LG Gharya

27.2.16 14:11


Prolog

Der Himmel hatte bereits ein tiefes Nachtblau angenommen, als ein junger Wilddrache sich in den Himmel über den Drachenhort Charnot erhob.
Der Wind wehte eisig um seine Flügel und das herzzerreißende Brüllen zerrieß die Luft über der Ebene, doch nur wenige Wesen konnten ihn hören.
Der Drache beschleunigte seinen Flug und hielt auf eine hellerleuchtete Stadt zu. Die grellen Lichter taten ihm in den empfindlichen Augen weh, aber hier in der Nähe der Wächter konnte er die Präsenz seines Vaters am meisten spüren.  Er zog einige Zeit über der Stadt seine Kreise bis er sicher war, dass sein Vater noch lebte.
Er hat noch immer niemanden gewählt. Das ist ein Zeichen. Durch diesen Gedanken wurde der Wilddrache schnell vom aufkommenden Wind Heimwärts getragen.

Airo sah in den Himmel. Er hatte den Drachen bereits eine Weile gespürt und als er seinen Flug beschleunigte, half Airo ihm und veränderte die Windströme damit der junge Drache schneller nach Hause kam.
Jetzt schnitt der Wind bereits fast in die Haut. Als Luftwächter konnte Airo nicht anders, der kalte Luftzug war ein Teil von ihm und er veränderte ihn schon seit er denken konnte. Es war für ihn so natürlich wie atmen und es zeugte von unglaublich guter Selbstkontrolle, dass der Wind niemanden verletzte, denn er würde mit dieser Waffe heute Nacht töten.
Der Anlass der ihn, seine beiden Brüder und drei weitere zusammen führte, war die Jagd und ihre Beute war zu fünfzehnt. Doch das hätte die fünf Wächter und das Schattenwesen auch nicht aufgehalten.
Sie standen in einer dunklen Nische in der Lichthauptstadt Lithson und gingen den Plan für diese Nacht noch einmal durch. Airo konnte seine nervöse Energie kaum noch zügeln und das wirkte sich auch automatisch auf seinen zweit ältesten Bruder Ray aus, denn als Wasserwächter spürte er meistens sofort was mit Airo los war und an Tagen wie diesen ließ er es zu, dass der Wind die Wellen aufpeitschte.
Der älteste der drei Brüder räusperte sich und sah beide tadelnd an. Lio verstand als Erdwächter oft nicht wie Airo den sonst so gelassen Ray mit seinen Fähigkeiten als Luftwächter aufwühlen konnte. Verständlich ging es Airo durch den Kopf, denn Erde wurde kaum von einem der anderen Elemente beeinflusst.
„Ihr wärt uns sicher eine größere Hilfe, wenn ihr keine Kreise in den Boden laufen würdet, ihr zwei.“, meinte Zento der Lichtwächter unter ihnen. Er war bei dieser Art von Jagd unerlässlich, denn wenn die Dämonen, die sie in ein paar Minuten jagen würden, versuchten in andere Welten zu fliehen, war nur ein Wächter der Kategorie Schatten oder Licht in der Lage ihnen zu folgen und Zento war nicht die schlechteste Wahl. Im Gegenteil, er konnte ein dutzend Dämonen allein besiegen. Zumindest erzählte man sich das. Es war einer der Gründe warum Zento als Ausbilder so beliebt war. Noch nie war einer seiner Schüler ernsthaft verletzt worden.
„Ach lass sie doch. Mir juckt es schließlich auch schon richtig in den Fingern diesen Mistkerlen mal ordentlich in den Arsch zutreten.“, meinte Airos Cousin Arman. Er machte das Quartett der Elementarwächter komplett. Er heizte als Feuerwächter das ohnehin angespannte Klima noch an. Ein Wächter der Kategorie Feuer war noch schwerer zu kontrollieren als es ein Luftwächter schon war und obwohl Airos Vater der Onkel von Arman und einer der stärksten Feuerwächter war, hatten sich die Gene seines Vater weder bei Airo noch einem seiner Brüder vererbt. Keiner von ihnen hatte auch nur einen Hauch Feuer in sich. Das war größten Teils ihrer Mutter Nara zu verdanken, denn sie herrschte über die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde. Durch sie wussten viele nicht, dass Viero überhaupt Söhne hatte.
Der letzte in dieser ungleichen Runde war Kahn. Hätten sie nicht in dieser gut geschützten Ecke der Stadt gestanden, wären sie mit ihm in ihrer Mitte garantiert aufgefallen, denn Kahn war ein Dämon. Einer der Spezies, die sie gleich jagen würden und doch wusste jeder der Anwesenden, dass er gleich am kaltblütigsten ihr Urteil vollstrecken würde, denn sie jagten die Verräter seiner Art, die die vergessen hatten was ihre Aufgabe gewesen war und deshalb eine Gefahr für alle darstellten. Kahn verachtete diese Dämonen, denn sie hatten aus freien Stücken vergessen was sie zu tun hatten.
Aber das war nicht nur der Fall bei den Dämonen, musste Airo sich eingestehen auch die Wächter wussten nicht mehr was ihre Bestimmung gewesen war und es gab nur noch wenige wie Airo und die kleine Gruppe um ihn herum die nach der alten Antwort suchten.
Aber heute Nacht würden sie nur die kleine Gruppe abtrünniger Dämonen aus dem Gebiet entfernen. So lautete ihr Auftrag, den sie vor wenigen Stunden von dem Anführer des geheimen Ordens erhalten hatten.
„Lasst uns endlich anfangen. Wir sind den Plan jetzt schon oft genug durch gegangen, wenn wir das noch öfter tun, ist das Pack schon umgezogen, bevor wir ihn ausführen können.“, während Kahn das anmerkte schob er die Klinge, mit der er während der gesamten Besprechung herumhantiert hatte, wieder in die Scheide. Er sah herausfordernd in die Runde, als erwarte er irgendeinen Widerspruch, aber niemand sagte etwas. Sie wollten alle endlich kämpfen.
Airo grinste.
„Ich denke auch, dass wir langsam los sollten. Ich lasse ungern Leute auf mich warten, mit denen ich verabredet bin. Vor allem die hier hat sich schon den ganzen Abend auf das Date gefreut.“, bei diesen Worten hob Airo die Elementarklinge. Diese war in der Lage die Kraft eines Wächters zu bündeln und auf die Schneide zu übertragen, was bei Airo so viel hieß wie, dass die Klinge durch alles schnitt wie durch Butter.
„Ich bin der gleichen Meinung. Lasst uns die Mistkerle aufmischen.“, meinte Arman. Er verlieh seiner Aussage noch mehr Nachdruck, in dem er seine Zwillingsschwerter aus den Scheiden zog und die beiden Klingen über einander zog.
Allgemeines Kopfnicken antwortete ihm und sie stellte sich um Khan auf. Im nächsten Augenblick verschluckte die Dunkelheit die sechs Krieger.
27.2.16 14:14





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